VARIOCUBE eröffnet DigitalerMarktplatz.com

VARIOCUBE eröffnet DigitalerMarktplatz.com

VARIOCUBE eröffnet DigitalerMarktplatz.com: Lebensmittel, Medikamente und Paketlieferung zentral vor die Haustüre – Wirtschafts- und Agrarlandesrat heben Pilotprojekt aus der Taufe

(St. Florian, Linz, 09. 04. 2020) Die aktuellen Bestrebungen, möglichst wenig Kontakt zu anderen Mitmenschen zu pflegen, sind um eine Lösungsvariante reicher. Im Rahmen eines Projektes des Lebensmittelclusters Oberösterreich stellen deren Projektpartner der Marktgemeinde St. Florian bei Linz eine innovative Möglichkeit zur Verfügung, Waren aller Art, von Lebensmitteln über Medikamente bis zur üblichen Paketlieferung, ohne persönlichen Kontakt zu erhalten. 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Neben der Reduktion des persönlichen Kontaktes beim Lebensmitteleinkauf, bekommt man seine Waren fein säuberlich kommissioniert in das für einen reservierte Schließfach. Dieses öffnet man mit dem Smartphone bzw. mit einer Zahlenkombination. Somit erspart man sich auch das Berühren der Einkaufswagen. Bezahlt wird per Überweisung, ohne dass man mit Bargeld hantieren oder die Tastatur eines Terminals berühren muss.

Wenn gleich zwei Landesräte, Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner und Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, es sich nicht nehmen lassen, bei der Aufstellung der innovativen Lebensmittelversorgungs-Option für die Florianer Bevölkerung dabei zu sein, unterstreicht dies die Bedeutung dieses Pilotprojektes.

Die Übergabestation von DigitalerMarktplatz.com befindet sich bei der Einsatzzentrale des Roten Kreuzes/Freiwilligen Feuerwehr St. Florian in der Stiftstraße. In diesem Umfeld ist eine Reihe von mehrgeschossigen Wohnhäusern zu finden mit zum Teil auch älterer Bewohnerschaft. „Lebensmittel ab sofort kontaktlos direkt vor der Wohnungstüre zu beziehen ist eine Serviceleistung, die St. Florian seinen Bürgern bietet. Vor allem die lokalen Betriebe aber auch die Landwirtschaft sind angehalten, dieses Pionierprojekt zu nutzen und St. Florian zu versorgen“, sagt Vizebürgermeister Bernd Schützeneder. Er war auch Impulsgeber für diese Installation, nachdem sein Bestreben, St. Florian mit Produkten der lokalen Anbieterschaft zu versorgen, via Social Media publik wurde. Robert Zeitlinger, Bürgermeister von St. Florian, freut sich, die Rolle seiner Gemeinde als Innovationsmotor zu unterstreichen: „Es ist wichtig, in Zeiten wie diesen, offen zu sein für neue Lösungen. Dieser Marktplatz ist ein moderner  Nahversorger und wird auch nach der Krise eine attraktive Lösung für die Zustellung bleiben. Besonders freut es mich, dass St. Florian die erste Gemeinde Österreichs ist, die seinen Gemeindebürgern diesen digitalen Marktplatz mit kontaktloser Warenübergabe anbieten kann.“

Hannes Pöcklhofer, der sich für die Konzeption des Lebensmittelcluster-Projektes Einkauf Smart 4.0 verantwortlich zeichnet und der St. Florianer Unternehmer Willy Lehmann als Koordinator des Lebensmittelcluster-Projektes brachten die Gemeinde mit den Projektpartnern zusammen. Innerhalb weniger Tage wurde der Standort fixiert, die nötige Infrastruktur mit Stromanschluss und Fundament geschaffen sowie die Übergabestation von Variocube aufgestellt.

Für den Digitalen Marktplatz konnten die Sponsoren Raiffeisenlandesbank OÖ und der Telekommunikationsanbieter Hutchison Drei Austria gewonnen werden. Beide Unternehmen haben einen starken regionalen Bezug mit ihren Produkten und Dienstleistungen und haben bereits in der Vergangenheit einen großen Beitrag zum Gelingen dieses Projektes gleistet. Variocube setzt bei den Automaten, die über Mobilfunk (IoT) an den VC Cloud Service angebunden sind, auf die innovative Infrastruktur von Drei. Raiffeisen ist mit der KMU Beteiligungs AG Gründungsmitglied der Variocube und hatte bereits vor zwei Jahren mit der Installation der Paketstationen in Lichtenberg und Gramastetten einen wertvollen Beitrag in der Paketlogistik geleistet.

Die Raiffeisenlandesbank OÖ unterstützt das Projekt vor allem deshalb, weil es digitale Services mit regionalen Angeboten verknüpft. Der eigentliche Mehrwert zeigt sich natürlich gerade in der aktuellen Situation.

„Seit Jänner 2019 ist Variocube einer unserer IoT-Kunden. Neben der stabilen und sicheren Datenübertragung vertraut das Unternehmen auch auf die Management und Monitoring Fähigkeiten, die wir ihm mithilfe unserer IOT Plattform, dem Cisco Jasper Control Centers bereitstellen. Damit hat Variocube seine österreichweit eingesetzten SIM-Karten und den damit verbunden Datenverbrauch immer im Blick. Der effiziente Betrieb, die proaktive Benachrichtigung bei außerordentlichem Verhalten der Schließfächer und die laufend verfügbare Kostenkontrolle für die Datenübertragung, helfen unserem Kunden, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Wir freuen uns sehr, dass wir Partner dieses innovativen Projekts sind“, sagt Elisabeth Rettl, Leiterin des Geschäftskundenbereichs bei Drei Österreich. 

Einkauf Smart 4.0 – ein Projekt des Lebensmittelclusters OÖ

Die Partner des Lebensmittelcluster-Projektes Einkauf Smart 4.0 sind die Linzer Wohnbaugesellschaft WAG, die Wirtschaftsuniversität Wien mit Hannes Pöcklhofer Projektentwicklung-, Event-, Marketing- und Gemeindeberatung aus Pichling sowie Willy Lehmann von der gleichnamigen Markenagentur bzw. dem Immobilienbüro aus St. Florian. Mit dem Linzer Unternehmen Variocube wurde ein kongenialer Umsetzungspartner für DigitalerMarktplatz.com gefunden.

Heidrun Hochreiter, Leiterin des Lebensmittelclusters OÖ, verweist auf die enorme Bedeutung, innovative Wirtschaftsprojekte seitens des Landes zu fördern: „Es zeigt von Weitblick, wenn wir mit unseren Projekten den Anstoß für zukunftsorientierte Lösungen geben. Partner, die so wahrscheinlich nie zusammengefunden hätten, entwickeln kreative Ideen, die wie im aktuellen Krisenfall schnell und praxisorientiert zur Umsetzung gelangen.“

„Die Lebensmittelversorgung im Umfeld des mehrgeschossigen Wohnbaus zu installieren, hat im Lebensmittelcluster OÖ-Projekt mehrere Vorteile. Neben den aktuellen Corona-bedingten Punkten sind es aber langfristig gesehen die volkswirtschaftlichen Aspekte“, erklärt Hannes Pöcklhofer. Es soll durch die Implementierung dieses innovativen Einkaufskonzeptes bis in die Nähe der Wohneinheit – das Motto ist neben der Post auch gleich den täglichen Einkauf bequem in die Wohneinheit mitzunehmen –  zum einen die Lebensqualität bei älteren und beeinträchtigten Menschen erhöht und zum anderen ein möglichst langes und autonomes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. Nicht nur beim Kunden sondern auch in der Zustellung führt dies zu einer Reduktion des Individualverkehrs. Die Auswirkungen werden im Rahmen des Projektes in Richtung Versorgungssicherheit – hier hat der kontaktlose Einkauf aktuell eine traurige Aktualität erlangt –, Personen- und Gütermobilität und Impacts auf die Lebensqualität älterer Menschen untersucht.

Franz Spindler, Geschäftsführer von Variocube setzt sein Schließfachsystem bereits erfolgreich ein. Installationen gibt es etwa im DC Tower in Wien für das dortige Büroumfeld oder in der Plus City. „Die Paketfächer werden für jede Sendung dynamisch vergeben und nach erfolgter Abholung wieder freigegeben. Der Kunde wird per E-Mail oder SMS über die erfolgte Zustellung informiert. Er erhält einen Abhol-Code mit dem er seine Sendung zu einem beliebigen von der Zustellung vollkommen unabhängigen Zeitpunkt aus dem Schließfach entnehmen kann“, erklärt Spindler die einfache Handhabung.

Carina Steidl von der WAG verweist als Projektpartnerin darauf, dass die Erfahrungen aus diesem Projekt einen weiteren wichtigen Baustein zur nachhaltigen Entwicklung der bestehenden und zukünftigen Wohnungsbestände und Stadtteile der WAG darstellen. Die Beteiligung bei der Entwicklung innovativer Konzepte mit Partnern wie auch die Sicherung von Nutzungsrechten für unsere Mieter, ist Teil der neuen strategischen Ausrichtung der WAG. „Für die Bewohner von WAG-Wohnungen kommt es neben einer Erhöhung der Lebensqualität und dem Implementieren von Smart Living-Elementen auch zu einem bedeutenden Nachhaltigkeitseffekt im Sinne der Umwelt durch das Wegfallen vieler individueller Versorgungsfahrten“, sagt Steidl.

Willy Lehmann verweist darauf, „dass der österreichische Lebensmittelhandel extrem stark konzentriert ist. Drei Handelsketten bestimmen über 90 Prozent des österreichischen Einkaufszettels. Im Internet gibt es aber eine Vielzahl von Bestellmöglichkeiten, die über das klassische Handels-Sortiment hinausgehen. bauernladen.at ist zum Beispiel eine Plattform bei der 900 österreichische Lebensmittelproduzenten 7.000 Produkte anbieten und diese Station nutzen können. Und die lokale Anbieterschaft, wie hier in St. Florian, bekommt einen zusätzlichen Verkaufsplatz – 24 Stunden, 7 Tage die Woche.“

Dieter Scharitzer von der Wirtschaftsuniversität begleitet das Projekt auf wissenschaftlicher Ebene. „Bei dieser Pilot-Installation gelingt es neben der wissenschaftlich fundierten Aufbereitung, Erfahrungen aus der Praxis zeitnah einzuarbeiten. Die Schnelligkeit und Flexibilität während dieser Krise valide Daten für das Projekt bei gleichzeitiger Nutzenstiftung für die Bevölkerung zu beziehen, ist ein weiteres Asset für dieses erfolgreiche Projekt“, zeigt sich der gebürtige Linzer Scharitzer überzeugt.

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